Die versteckten Kräfte der Zitrone

Der Genuss von frischem Zitronensaft als Ergänzung der alltäglichen Ernährung, kann das Risiko einer erneuten
Bildung von Nierensteinen in bei Patienten, die bereits an dieser Krankheit gelitten haben, reduzieren.
Dies soll anhand einer Studie belegt werden, an der 200 Patienten teilnehmen, die über 2 Jahre ihre Ernährung
durch die tägliche Aufnahme einer kontrollierten Menge an Zitronensaft ergänzen sollen.

Die Studie des international bekannten Forschungszentrums Mario Negri aus Ranica (Bergamo) und der Vereinten
Krankenhäuser in Bergamo wird am 3. Oktober in einer der Niederlassungen des Institutes, der Villa Camozzi, um
10.00 Uhr vorgestellt. Die Veranstaltung mit dem Titel ,Die versteckten Kräfte der Zitrone’ wird in Zusammenarbeit
mit dem Schutzkonsortium der herkunftsgarantierten Zitronen (g.g.A.) ‚Limone di Siracusa IGP’ organisiert,
das während der Veranstaltung die wertvollen Eigenschaften und gesundheitsschützenden Substanzen der
Frucht präsentieren wird.

Ziel der Forscher aus Bergamo ist nicht nur festzustellen, welche Wirkung der Saft der Zitrone auf die Nierensteine
hat. Es soll außerdem ermittelt werden, welche Auswirkungen der Konsum der kostbaren Flüssigkeit auf mögliche
Komplikationen der Krankheit wie Infektionen der Harnwege oder Koliken hat, und ob die Zahl der Krankenhausaufenthalte zur Entfernung von Nierensteinen verringert werden kann.
Nierensteine gelten als eine relativ häufige Erkrankung, die 10 bis 12% der Bevölkerung betrifft. Ohne spezifische
medikamentöse Therapie ist die Rückfallrate sehr hoch. Schon ein Jahr nach dem ersten Krankheitsvorfall bilden
sich bei 15 bis 20% der Patienten erneut Nierensteine. Diese Quote steigt in den fünf auf die Krankheit folgenden
Jahren auf 50%.

Die Zitronen sind ein natürlicher Lieferanten für Zitrat und weisen unter den Citrusfrüchten die höchste Konzentration
dieses Inhaltsstoffes auf (5 mal so viel wie in einer Orange).

Die herkömmlichen Medikamente zur Behandlung von Nierensteinen beinhalten Kaliumcitrat, das aufgrund von
Nebenwirkungen nur begrenzt verabreicht werden darf. Eine halbe Tasse reiner Zitronensaft enthält die gleiche,
krankheitsbekämpfende Tagesration an Zitrat und bietet so eine wirksame Alternative zum Arzneimittel.
Das vom Schutzkonsortium ‚Limone di Siracusa IGP’ unterstützte Forschungsprojekt soll einen konkreten Nachweis
für die positive Wirkung von Zitronensaft im Einsatz gegen die Behandlung von Nierensteinen liefern,
um den Patienten eine wirksame und verträgliche Heilung gewährleisten zu können.